Die landwirtschaftliche Tierhaltung dient der Versorgung mit hochwertigen und sicheren Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Eiern. Gleichzeitig leisten Insekten unverzichtbare Beiträge zur Bestäubung, Biodiversität und Funktionsfähigkeit von Ökosystemen. Die Tierhaltung sowie Lebensweisen finden sowohl regional als auch global unter sehr unterschiedlichen natürlichen und ökonomischen Bedingungen statt. Sie ermöglicht die nachhaltige Verwertung nicht essbarer Biomasse, den Erhalt von Nährstoffkreisläufen und die Pflege von Kulturlandschaften. Dabei geht die Tierhaltung mit Umweltwirkungen einher und sie benötigt die gesellschaftliche Akzeptanz. Hieraus ergeben sich vielfältige Zielkonflikte, für deren Lösung differenzierte und wissensbasierte Entscheidungshilfen benötigt werden. Das Institut trägt mit seinen Inhalten in der Forschung, Lehre und Wissenstransfer zur Lösung dieser Zielkonflikte bei.
Wesentliche Themen des Instituts sind die Konversion von pflanzlicher Biomasse in hochwertige Lebensmittel mit gesunden Tieren, die Reduktion der negativen Umwelt- und Klimawirkung, die Minderung der Nahrungsmittelkonkurrenz zwischen Tieren und Menschen, die Steigerung des Tierwohls und Erweiterung um positive Tieremotionen, der Erhalt der genetischen Diversität in landwirtschaftlich geprägten Ökosystemen und die Bedeutung von Mikroorganismen und ihre wechselseitige Beeinflussung mit dem Tier und seiner Umwelt. Grundlegende biologische und evolutionsgenetische Fragestellungen werden bei Bestäuberinsekten untersucht, insbesondere Anpassungsprozesse an veränderte Umweltbedingungen.
Das Institut arbeitet mit seinen Fachgebieten und der modernen Forschungsinfrastruktur interdisziplinär an der Bearbeitung seiner Forschungsfragen. Unerlässliche Tierversuche erfolgen unter Beachtung des 3R-Prinzips, der universitären Leitlinien und des Tierschutzgesetztes. Das Institut trägt die Bachelor- und Masterstudiengänge der Fakultät Agrarwissenschaften sowie einen gemeinsamen Studiengang der der Fakultät Naturwissenschaften mit und betreibt eigenständig die englischsprachige und internationale Studienrichtung Animal Science.
Mit den Forschungsinhalten und dem Wissenstransfer versteht sich das Institut als wissenschaftlicher Partner für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung und den Erhalt tierischer Ökosystemleistungen angesichts der Herausforderungen von globaler Ernährungssicherung, Klimawandel und Biodiversitätserhalt.
LEHRE: MSc AW, Fachrichtung Animal Science: Die Fachrichtung "Animal Science" im Master-Studiengang Agrarwissenschaften ist genau das Richtige für Dich, wenn Du dich für die nachhaltige Zucht, Haltung, Ernährung und Gesundheit von Nutztieren sowie die Herstellung hochwertiger tierischer Lebensmittel interessierst. Unser Lehrangebot ist speziell auf die Anforderungen des nationalen und internationalen Arbeitsmarktes zugeschnitten und orientiert sich an aktuellen Forschungsthemen. Das Institut für Nutztierwissenschaften legt den Fokus auf eine ressourceneffiziente, nachhaltige und tierart-konforme Haltung von Nutztieren und setzt ein breites Methodenspektrum zur genotypischen und phänotypischen Charakterisierung von Tieren ein. ....mehr Infos